Incom ist die Kommunikations-Plattform des #SemesterHack - Wir hacken das digitale Sommersemester!

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Nick-o-Meter (mit Schüttelfunktion)

Das Nick-o-Meter ist ein Tool, das Lehrenden eine Studierendenzentrierung in der digitalen Vorlesung erleichtern und einen Überblick über die Resonanz der Studierenden geben soll.

Ziel des hier beschriebenen Projektes ist es, ein technisch nicht zu aufwändiges System zu konzeptualisieren, das Lehrenden einen schnellen Überblick darüber ermöglicht, wie die Studierenden die Veranstaltung wahrnehmen (virtueller Resonanzraum). Nach dem Motto “low tech - high touch” werden dabei im hier dargestellten Projekt zwei Aspekte fokussiert, die als direktes Feedback in der virtuellen Lehre für den Lehrenden besonders relevant sind: positive Resonanz (Verständnis / Zustimmung) und negative Resonanz (mangelndes Verständnis / Ablehnung). Hierzu wird Gestenerkennung eingesetzt, um Nicken und Kopfschütteln erfassen und entsprechende Daten aggregiert an den Lehrenden während der Veranstaltung vermitteln zu können. Zusätzlich soll das System die Möglichkeit geben, Fragen bzw. Meldungen anzuzeigen, wenn ein Studierender die Aufmerksamkeit des Lehrenden gezielt auf sich richten möchte. Auch hierfür soll Gestenerkennung (Hand heben) genutzt werden. Gestenerkennung ermöglicht auf Studierendenseite einen möglichst natürlichen Kommunikationskanal, der keine spezifischen Eingaben erfordert und so nicht vom eigentlichen Ziel der Veranstaltung (Wissenserwerb) ablenkt.

Challenge: Studierendenzentrierung meets Gestenerkennung (3_06)

Lehrende nehmen in Präsenzveranstaltungen viele Informationen über Studierende wahr. Dazu gehört beispielsweise, ob sie Verständnisprobleme haben, aufmerksam zuhören oder abgelenkt sind, ob sie dem Gesagten zustimmen oder kritisch gegenüber stehen. In digitalen Umgebungen ist dies durch die eingeschränkten Kommunikationskanäle erschwert (selbst mit Video, sobald mehr als ein paar Studierende anwesend sind). Hier hat der Lehrende meist nur seine Folien auf dem (Bild-)Schirm und es fehlt direktes Feedback aus der Studierendenschaft. Dies kann der Lehrende zwar erfragen, dies ist aber zum einen aufwändig (für Lehrende und Lernende) und zum anderen ist es dafür zentral, dass der Lehrende die problematischen Stellen und Schwierigkeiten kennt, was besonders in unbekannten Studierendenkohorten oder bei variablem Vorwissen nicht immer der Fall ist. Ohne solche Maßnahmen fällt es jedoch schwer, sich auf die Studierenden einzustellen, an geeigneten Stellen schneller oder langsamer zu sprechen, bei Bedarf etwas zu wiederholen, anders oder genauer zu erläutern. Audience Design (siehe Clark & Murphy, 1982), also die gezielte Einstellung auf den Kommunikationspartner, ist jedoch ein wichtiger Erfolgsfaktor für Lehre und ermöglicht dem Lehrenden auch einen möglichst zielgerichteten, aber auch natürlichen Umgang mit den Studierenden. Im Idealfall sollten Informationskanäle Lehrenden eine kontinuierliche Rückmeldung ermöglichen und so dargestellt werden, dass der Lehrende ohne großen Aufwand (für die Lernenden sowie den Lehrenden) ein entsprechendes Feedback bekommt, um sich darauf einzustellen.