Incom ist die Kommunikations-Plattform des #SemesterHack - Wir hacken das digitale Sommersemester!

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Toolbox

Die Toolbox soll eine aktuelle Lücke im Bereich der digitalen Bildung schließen, indem auf einer unabhängigen Plattform objektiv und strukturiert eine Übersicht an Tools bereitgestellt wird, die nach Kategorien filterbar ist. Der Anspruch an diese Toolbox liegt darin, sie niedrigschwellig und frei zu entwickeln, sodass nicht nur die OER- Community und Fachexpertinnen davon profitieren, sondern- besonders hinsichtlich der aktuellen Lage- auch Neueinsteigerinnen die Toolbox nutzen und kollaborativ weiterentwickeln können.

Challenge

Toolbox

Notwendigkeit & Relevanz

Aktualität

Die Corona-Krise erfordert ein erhöhtes Maß an Agilität und digitalen Kompetenzen, besonders im Bildungsbereich. Obwohl Digitalisierung im (Hoch-) Schulkontext bereits an vielen Stellen angegangen wird, sind die Herausforderungen, die durch den Ausfall der Präsenzzeit entstehen, für viele Lehrende und Lernende überfordernd. Welche neuen didaktischen Formate müssen etabliert werden? Welche Methode und vor allem welche Tools können mich bei Online-Lehre unterstützen und auf welche Variablen muss ich, vor allem vor dem Hintergrund von Datenschutz und Barrierefreiheit achten?

Unsere Toolbox soll hier niedrigschwellig und zeitnah eine zentrale Anlaufstelle bieten, vor dem Hintergrund der jeweils eigenen Anforderungen (Kosten, TN-Anzahl, Sicherheit etc.) geeignete Tools für die eigene Lehre zu identifizieren.

In Anbetracht der aktuellen Lage soll die Toolbox so schnell wie möglich etabliert werden. Die Umsetzung während des Online- Hackathons bietet daher nicht nur den Rahmen, um die Toolbox intensiv und schnell zu entwickeln, sondern auch die Möglichkeit zum Austausch mit Akteur*innen aus verschiedenen Bereichen, wodurch viele Tools zusammengetragen werden konnten und die Toolbox auf die Bedarfe unterschiedlichster Zielgruppen angepasst wurde.

Mehrwert

In einem Meer an Tools ermöglicht die Toolbox strukturierte Orientierung für Akteur*innen in diversen Bildungskontexten. In der Toolbox werden didaktische Werkzeuge außerdem mit Tools aus anderen Kontexten ergänzt, sodass innovative Lösungen in mehreren Fachbereichen auffindbar und nutzbar werden. Auf diese Weise werden nicht nur Fachrichtungen im Sinne von Unterrichts- oder Studienfächern, sondern über den (hoch-) schulischen Kontext hinaus vereint und erzeugen so einen tiefergehenden Lerneffekt “über den Tellerrand” hinaus. Durch präzise Filter nach Kategorien wird sowohl eine zielgerichtete als auch offene Suche ermöglicht.

Bestandsaufnahme

Bisher gibt es einige Übersichten, die sich in drei Kategorien einordnen lassen:

  1. In der OER-Community finden sich etliche Übersichten, die komplex, eher unintuitiv zu nutzen und für Neueinsteiger*innen schwierig auffindbar sind.

2. Daneben gibt es zwar ansprechende und einfach zu findende Übersichten auf Blogs und Webseiten, die dafür aber meist subjektiv und oberflächlich im Blogartikelformat nach dem Schema “Die besten 20 Tools für Projektmanagement”aufgebaut sind und die Funktionen sehr langatmig erläutern

3. Zielgruppen- oder fachspezifische Übersichten bieten das Gegenteil, sie sind sehr schnörkellose aufgebaut, mit zahlreichen Kategorien, die oft mit Ja-/Nein-Abfragen arbeiten und deswegen eine reine Ansammlung von Häkchen abbilden

Anforderungen

Um eine nachhaltige und effektive Übersicht zu entwickeln, sollen die Lücken, der zuvor aufgeführten Übersichten geschlossen werden. Das sind konkret:

  • Objektivität

  • Unabhängigkeit

  • Barrierefreiheit

  • Simplizität/ Prägnanz

  • Übersichtlichkeit/Strukturiertheit

  • Praxisbezug

  • Zugänglichkeit/ Kollaboration

  • Auffindbarkeit

Umsetzung

Struktur

Der Austausch der Gruppenmitglieder ergab, dass eine einfache Struktur, die gezielt und komplex gefiltert werden kann, einer komplexen Struktur mit simplen Filteroptionen vorzuziehen ist; so werde mehr zum Entdecken und “Stöbern” angeregt. Daher soll es pro Tool eine Zeile geben und die Spalten Name, Typ, Nutzung, Sprachen, Features und Review geben. Beispiel:

  Name    Typ  Nutzung Sprachen Features Review
Mentimeter Quiz freemium Eng Deu online-basiert Live-Auswertung Ergebnisse speichern 4 von 5 Sternen

Verortung

Aus den Anforderungen an die Toolbox ergibt sich die Notwendigkeit, sie auf einer unabhängigen Plattform bereitzustellen, Aktualität und Verlässlichkeit werden durch einen administrativen Rahmen sichergestellt. Hierfür bietet sich, besonders durch die Tätigkeit der Gruppenmitglieder, die Open Education and Software Association e.V. (OESA) mit Sitz in Hamburg an. Der Verein fungiert dabei auch als Ansprechpartner für die Nutzung von Tools, der Kontakt kann telefonisch, via Mail oder persönlich erfolgen. Bei Bedarf entwickelt der Verein individuelle Tool-Schulungsformate für Institutionen, die Finanzierung wird durch Stiftungen getragen. Ferner sollte im Sinne des Openness-Gedankens eine kollaborative Ergänzung der Übersicht möglich sein, gleichzeitig achtet der Verein darauf, dass es für Unternehmen/ Hersteller*innen keinen Raum gibt, die Toolbox für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Das Qualitätssiegel der Toolbox wird somit durch einen gemeinnützigen Verein garantiert, dessen Satzungszweck in der Entwicklung und Förderung offener Ressourcen liegt. Gleichzeitig wird so die Administration, also Aktualisierung und Moderation neuer Beiträge organisiert.

Technische Umsetzung

Mit der Verortung bei OESA ergibt sich die Administration über dessen WordPress-Seite. Das Plugin Ninja Tables Pro (kostenlos für Non-Profits) erfüllt ausnahmslos die aufgestellten Kriterien. Konkret sind das:

  • 30 Jahre Erfahrung mit WordPress, sodass der Support gewährleistet ist

  • kollaborative Weiterentwicklung möglich durch Festlegen von Rollen (z.B. public users dürfen Inhalte hinzufügen)

  • als CSV/JSON exportierbar

  • komplexe Filter erstellen

  • Übersicht ausdrucken mit Button

  • auch als Tablet/ mobile version verfügbar

Ausblick/ offene Baustellen

Nach Veröffentlichung der Grundstruktur der Toolbox am 7. Mai 2020 um 20 Uhr sollen aktiv Tools eingepflegt werden. In den nächsten Wochen sollen für die Tools zusätzlich How-To-/ Vorstellungsvideos, die oft von den Toolhersteller*innen bereitgestellt werden, eingepflegt werden, um einen schnellen Einblick in die Nutzungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Außerdem sollen für “Openness-Vokabeln” (z.B. open source, freemium etc.) Info- Buttons hinzugefügt werden. Essentiell für die Etablierung und effektive Nutzung der Toolbox ist eine fach- und hochschulübergreifende Verbreitung des Wissens um die Existenz der Toolbox. Denn Ziel ist eine lebendige Übersicht, die von Tag zu Tag wächst!

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Digitale Tools und Datenschutz

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