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In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

COVspace

COVspace hebt die Echtzeitinformationen zu COVID-19 auf ein neues Level: Wir transformieren internationale Informationen für Hochschulen und Studierende in einer zentralen Lösung.

Projektbeschreibung

COVID-19 ist eine Erkrankung, die beim Individuum anfängt. Die Krankheit betrifft, Freunde, Familie und Menschen, die uns nahe stehen. Um diese zu schützen, müssen Entscheidungen auf übergeordneter Ebene getroffen werden: Projektträger sagen Austausche ab, Regierungen treffen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung wie Ausgangssperren und die internationale Mobilität kommt nahezu zum erliegen.

Eine solche Situation ist in dieser Form noch nie aufgetreten, was die Entscheidungen und Maßnahmen nur umso komplizierter macht. Es gibt keine zentrale Steuerung oder Sammlung von Daten und Maßnahmen, was auch individuelle Entscheidungen von Regierungen, Austauschträgern, Universitäten und Studierenden erschwert - COVspace soll diese Entscheidungen unterstützen und Studierenden sowie medizinischem Fachpersonal helfen, die aktuellesten Informationen zur Krankheit jederzeit auf Abruf zu haben.

Viele Parameter beeinflussen die lokalen, regionalen und überregionalen Entscheidungen. Hierzu gehören nationale Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, die Auslastung der Intensivkapazitäten und des Gesundheitssystems, medizinische Leitlinien und vieles mehr. Solche Informationen werden auf COVspace zentral gesammelt und anschaulich dargestellt.

Unser Team

Philip Plättner - Student Humanmedizin, Georg-August-Universität Göttingen

Lucas Thieme - Student Humanmedizin, Universität Duisburg-Essen

Veronika Waldorf - Studentin Humanmedizin, Goethe-Universität Frankfurt

Jonah Grütters - Student Humanmedizin, Justus-Liebig Universität Gießen

Anna Hofmann - Studentin Humanmedizin, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Sebastian Sitaru - Student Humanmedizin, Technische Universität München

Till Isenhuth - Student Informatik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Motivation

Die derzeitige Pandemie ist kein Problem einzelner Regionen, Länder oder Staaten, es ist ein dynamisches globales Geschehen. Als wir COVspace gestartet haben, haben wir uns daher dazu entschieden, unsere Informationen möglichst pan-europäisch zu sammeln und zur Verfügung zu stellen. Informationen zu dieser Krise sollten für alle einfach und frei zugänglich sein. Viel zu häufig ist man jedoch entweder durch sprachliche Barrieren, Paywalls oder kleinteilige Informationensammlungen stark eingeschränkt.

COVSpace wird das ändern!

Daher haben wir angefangen COVspace zunächst als englischsprachige Plattform zu entwickeln, Übersetzungen (Deutsch, Französisch, weitere) sind in Planung. Wir wollen Information als mächtigstes Werkzeug zur Bewältigung der Krise den Menschen zur Verfügung stellen, die dieses Tool dringend benötigen.

Auf Basis dieser Vision haben wir zwei Funktionen etabliert:

Pandemic Screen

Unser Pandemic Screen dient der ausführlichen Darstellung der nationalen Situationen. Hier stellen wir momentan die Fallzahl, Todeszahl und Anzahl der wieder gesunden Fälle aus verschiedenen Quellen dar. Zusätzlich haben wir die Daten der Intensivkapazität, sowie aktuelle Populationsdaten (für EU) eingepflegt.

Momentan werden hier die Echtzeit-Daten angezeigt und automatisch aktualisiert, wir möchten noch eine zeitliche Darstellung vergangener Zeitpunkte sowie die Anzeige nationaler Maßnahmen einfügen. Dafür möchten wir die ArcGIS Software einsetzen (u.a. im Dashboard des RKI und John Hopkins CSSE verwendet) und haben eine Kooperation mit Esri, dem Entwickler dieser Software, gestartet. Sie waren von unserem Projekt überzeugt und haben uns eine Lizenz sowie technischen Support zur Verfügung gestellt.

Für Austauschträger stellt der Pandemic Screen eine gute Möglichkeit dar, die Entscheidungsfindung zur Wiederaufnahme des Austausches und damit der internationalen Mobilität zu unterstützen.

Knowledgehub

Als Medizinstudierende waren wir zu Beginn des Semesters sehr überrascht, als vom Bundesministerium für Gesundheit und dem Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) angekündigt wurde, dass die Lehre und insbesondere Staatsexmina angepasst und um COVID-19 Themen ergänzt werden soll. Da es beinahe täglich neue Erkenntnisse zu dieser Krankheit gibt und COVID-19 bislang noch nicht in der Lehre implementiert ist, stellt dies Studierende in der Prüfungsvorbereitung auf bisher nie dagewesene Probleme.

Gleichzeitig stellt die Pandemie auch das medizinische Fachpersonal vor ähnliche Probleme, da auch hier Informationen zur Prävention, Diagnose, Behandlung und Management der Erkrankung teilweise mühsam von dutzenden Quellen erst zusammengestellt werden müssen.

Mit unserem Knowledgehub bieten wir eine Lösung für diese Probleme an.

Das Knowledgehub ist eines unserer Kernelemente. Hier werden in verschiedenen Unterkategorien umfangreich frei zugängliche Informationen sowohl zu der Erkrankung COVID-19, aber auch zur Pandemie gesammelt und zur Verfügung gestellt. Alle Daten beziehen sich auf offizielle Quellen wie pan-europäische oder nationale medizinische Fachgesellschaften, das ECDC, die WHO, das Robert-Koch-Institut oder große Fachjournals wie Lancet, New England Journal of Medicine, und viele weitere.

Im Bereich “Information for Healthcare professionals” werden medizinische Leitlinien und Handlungsempfehlungen verschiedener Fachgesellschaften übersichtlich für medizinisches Fachpersonal zur Verfügung gestellt. Außerdem werden im Unterabschnitt „Literature“ frei zugängliche COVID-19 assoziierte Fachliteratur gesammelt.

Daneben gibt es im Abschnitt “Skills Center” eine Sammlung an frei zugänglichen Webinaren, Video-Tutorials, Info-Grafiken, Lehrpodcasts und viele weitere Formate, mit denen sich die Nutzer zur Behandlung und Management von COVID-19 weiterbilden können. Dies hilft nicht nur medizinischem Personal, sondern auch Medizinstudierenden, die entweder in der Krankenversorgung tätig sind, oder sich in der Prüfungsvorbereitung befinden.

COVID-19 ist eine neue Erkrankung und als solche noch nicht gänzlich verstanden. Wir haben daher die Katergorie “Research” im Knowledgehub implementiert, in dem wir den Nutzern Zugang zu den frei verfügbaren Research-Centern vieler großer Fachzeitschriften bieten. So kann man sowohl als Studierende*r als auch als medizinisches Fachpersonal alle Fachinformationen zu COVID-19 direkt aus der Primärliteratur beziehen. Für die Zukunft ist hier noch geplant, den Unterabschnitt “Case-Reports” einzufügen, in dem besagte Case-Reports aus aller Welt, die erstmalig beschrieben werden, medizinischem Personal zeitnah zur Verfügung zu stellen.

Challenges

09_00 Internationalization/Virtual Mobility

Da das Cluster Internationalization/Virtual Mobility vor allem die Internationalisierung der Lehre, internationale Mobilität und Vernetzung der Studenten durch z.B. Austauschprogramme behandelt, sehen wir dies als einen Fokus unserer Plattform. COVspace kann hier als Assessment-Tool dienen, ab wann z.B. Austausche wieder vertretbar durchzuführen sind.

09_01 International service learning

COVspace ist in der Basis ein internationales Projekt, in dem die Situation zunächst in Europa, aber später auch in der gesamten Welt dargestellt werden soll. Es ist Web-basiert und daher niederschwellig zugänglich (man benötigt nur einen Internetzugang und Browser). Studenten und Lehrenden kann es unser Projekt somit ermöglichen, gemeinsam über COVID-19 zu lernen und sich auszutauschen.

11_01 Understanding COVID19

Obwohl diese Challenge in der PDF-Beschreibung sehr konkret formuliert war, denken wir, dass COVspace hierunter sich sehr gut integriert. Im Herzen unseres Projektes ist die Idee, Informationen und Daten zu COVID-19 verständlich und zugänglich für alle machen. Insbesondere denken wir da auch an Entscheidungsträger in der (Bildungs-)Politik, sowie medizinisches Fachpersonal. Wie oben bereits angerissen könnte das Projekt z.B. dazu dienen, Grundlagen für eine Entscheidung zu sammeln, ab wann Austauschprogramme in gewisse Länder wieder anlaufen können.

What's next?

Wir haben bereits viel erreicht, sind jedoch hoch motiviert unsere Ideen weiter Realität werden zu lassen! Ziel ist es, zunächst unser Projekt ausbauen - sowohl grafisch als auch mit weiteren Daten, Inhalten und Features. So werden wir als nächsten Schritt die Software des Pandemic Screens auf ArcGIS umstellen und zudem ein Dashboard für die darstellung detaillierterer Informationen implementieren.

Ein weiterer akuter Schritt stellt der Ausbau des Knowledgehubs dar. Wir planen hier sowohl die Medizinischen Fakultäten, aber auch medizinischen Fachgesellschaften Deutschlands für Kooperationen anzufragen, um Lehrvideos, Skripte, Leitlinien und weitere Informationen auf COVspace einfügen zu können.

Weiterhin würde wir unser Projekt gerne mit weiteren Kooperationspartnern, wie z.B. Austauschträgern wie dem DAAD, dem Robert-Koch-Institut oder der Hochschulrektorenkonferenz vernetzen.

Wir sehen die COVID-19 Pandemie als ein globales Geschehen, welches zwar beim Individuum anfängt, aber sich dennoch auf uns als Gesellschaft auswirkt. Daher haben wir uns auch entschlossen, das Projekt zunächst auf Englisch zu starten. Übersetzungen für Deutsch, Französisch und weitere Sprachen sind jedoch geplant und eines unserer mittelfristigen Ziele.

Der Hackathon hat uns nun leider auch gezeigt, dass wir in einigen Bereichen mit unserer Vision an unsere Ressourcen- und Kapazitätengrenze stoßen. Gründe hierfür sind beispielsweise finanzielle Hürden, da zunehmend unvermeidbare Kosten entstehen. Daher benötigen wir Ihre Unterstützung!

Wenn Sie weitere Möglichkeiten sehen, unser Projekt zu unterstützen, kontaktieren Sie uns gerne!

Prototyp

Sie wollen sich selbst ein Bild machen? Probieren Sie es aus:

https://www.covspace.eu

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter team@covspace.eu zur Verfügung!